Die passive Mitgliedschaft

Du zahlst jeden Monat 39,90 € für ein Fitnessstudio, das du seit 2019 nicht mehr betreten hast? Gratuliere. Du bist ein moderner Mäzen. Warum Karteileichen die wahren Helden der Fitness-Branche sind.

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Es ist der 1. des Monats. Ein Blick auf das Konto zeigt: Das Fitnessstudio hat abgebucht. Das schlechte Gewissen setzt ein. „Ich sollte wirklich mal wieder hingehen“, denkst du. Nein. Solltest du nicht.

Wir sind die stillen Helden

Hast du dich mal gefragt, wie Fitnessstudios funktionieren? Wenn alle Mitglieder, die zahlen, auch wirklich kommen würden, gäbe es eine Massenpanik bei den Laufbändern. Man müsste für eine Hantel Schlange stehen. Es würde riechen wie in einer Turnhalle nach dem Völkerball. Das System braucht uns. Wir, die „Karteileichen“, die passiven Mitglieder, wir finanzieren den Laden. Wir sorgen dafür, dass die Geräte nicht abnutzen. Wir halten die Luft frisch.

Betrachte es als Spende

Hör auf, es als „verschwendetes Geld“ zu sehen. Sieh es als Spende für die körperliche Ertüchtigung anderer. Du bist ein Mäzen des Sports. Dank deinem Beitrag kann „Kevin“ seinen Bizeps trainieren. Du kaufst dir mit dem Beitrag nicht Fitness. Du kaufst dir das gute Gefühl, dass du theoretisch hingehen könntest, wenn du wolltest, auch wenn du nicht willst.

Fazit: Kündige nicht. Oder doch, kündige und kauf dir davon Pizza. Aber hör auf, dich schlecht zu fühlen. Du bist der wichtigste Kunde, den das Studio hat. Der Kunde, der niemals nervt.

Bild: Mit Google Gemini erstellt und minimal in Canva verändert

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